Press

[imagebrowser id=2]

 

Presseartikel 2006

Druck und Dynamik

Musik im Stil von Django Reinhardt muss nicht kalter Kaffee sein. Zwar ist es schon mehr als 70 Jahre her, dass der legendĂ€re belgische Gypsy-Gitarrist mit dem französischen Geiger Stephane Grappelli Jazzgeschichte zu schreiben begann. Doch Reinhardts Sinti-Nachfahren halten das Erbe hoch. Etwa der grandiose Birelli Lagrene oder der jĂŒngere. 1967 geborene Wawau Adler, der beim zweiten Abend der Reihe “Gypsy Carneval” im Jazzclub Unterfahrt gastierte – mit einem hochkarĂ€tig besetzten Quartett, in dem der Mannheimer Saxofonist Adel Miller fĂŒr den angekĂŒndigten Violinisten Hajo Hoffmann einsprang.

Wer sich also auf Gypsymusik mit Violine eingestellt hatte, musste umschalten, aber das musste selbst Django Reinhardt mit seinem Quintette du Hot Club de France, als Stephane Grappelli aus dem besetzten Paris des Jahres 1941 nach London floh und der Klarinettist Hubert Rostaing an seiner Stelle Platz nahm. Axel Miller jedenfalls ließ den fehlenden Hajo Hoffmann rasch vergessen, passte sich mit beweglichem Tenorsaxophon ind das Spiel von Adlers String-Sektion ein, die mit gehörigem Treibsatz unterwegs war. Und ebi aller Begrenzung auf die verschiedenen Muster des Swings machten Wawau Adler und seine Kollegen keine historische AuffĂŒĂŒhrungsprxis daraus. Sie brannten dabei auch nicht nur vor Temperament, spielten vielmehr subtil mit Druck und Dynamik. Die Fans jubelten am Ende ĂŒberschwĂ€nglich. – 28.02.2006 – Ulrich Möller-Arnsberg (SDZ)

 

Das Wawau Adler Gipsy Quartett lockte ins Kulturbistro Malzeit

SAARBRÜCKEN. … Es wurde ein rundum gelungener Abend, bei dem undogmatischer Umgang mit dem Genre und die Achtung des Reinheitsgebots keinerlei Widderspruch darstellten. Einst mit von der Partie bei dem illustren deutschen Sinti-Swing-Pionier Schnuckenack Reinhardt war bereits Holzmanno Lagrene, ein gestandener Musiker, der hier mit seiner prĂ€zise wie ein elektronisches Metronom marschierenden Rhytmusgitarre problemlso ein Schalagzeug ersetzte.

Und zusammen mit Kontrabassit Wlad Larkin (bei dessen Soloeinlagen sangen die dicken Saiten geschmeidig wie ein Blasinstrument) fĂŒr das stimulierende Fundament sorgte: Swing pur, wie an der Schnur gezogen und mit Macht die FĂŒĂŸe zum Mitwippenanimierend. Leadgitarrist Wawau Adler selbst empfahl sich als wĂŒrdiger Nachfolger in der Tradition des großen Django. Ultraflinke Finger verbĂŒnden sich bei dem Baden-WĂŒrttemberger mit Seele – aus der Tradition des Urvaters entwickelt Wawau eine geschmackvolle eigene Handschrift mit tragendem, funkelndem Gitarrensound.

Labsal fĂŒr die Ohren waren schliesslich auch die sanft singenden Saxofontöne von Axel MĂŒller, dem vierten im Bunde.

Sie waren das i-TĂŒpfelchen auf einer von Wawau charmant moderierten Reise mit Evergreens von “Swing de Paris” bis “Days of wine and roses”. Riesenbeifall…. – 10.04.06 Stefan Uhrmacher (SZ)

 

Saitenkunst sprengt Stilgrenzen

NEUBRANDENBURG. So könnte sich eine fiktive Begegnung zwischen dem Gypsy-Jazz-Erfinder Django Reinhardt an der Gitarre und dem stilbildenden Swingsaxophonisten Lester Young anghört haben. Und doch auch wieder nicht. denn jene Saitenkunst, die Wawau Adler am Wochenende beim Neubrandenburger JazzfrĂŒhling in der BAZ-Halle mit seinem Quartett darbot, sprengte die Stilistik, die einst im Hot Club de Paris gespielt wurde. Da sind die typischen Gleittöne, mit denen Adler die Swingstandards wĂŒrzt, doch mit einer waghalsigen Plektrum-Technik erreicht der Gitarrist einen schrofferen Ton und eine flirrende Geschwindigkeit, die dem Gypsy Swing neue Impulse gibt. Seine hintersinnigen Soli verraten, dass er in einer Vielzahl anderer SaitendomĂ€nen zu Hause ist, zum Beispiel wenn er Barock-Melodik einschlĂ€gt oder Nebenthemen von Jazzsongs als Kurzphrasen zitiert. Reizvoll ist sein Zusammenspiel mit dem Tenorsaxophonisten Alex MĂŒller, bei dem der schimmernde Klang und die elegante Melodiefindung neben Lester Young auch an Stan Getz denken lassen. Als Begleiter provoziert Adler mit frechen Licks, setzt wuchtige Akkorde als Ausrufezeichen oder steuert vertrackte Gegenrythmen an. Dadurch nimmt er die aufmunternde perkussive Funktion eines fehlenden Schlagzeuges ein… – Frithjof Strauß (NBZ)

 

Freude und Klage

Begeisternder Gipsy-Jazz beim Django-Reinhardt-Memorial

…Ein Höhepunkt des spannenden Festivals war dann der Auftritt vom Wawau Adler Quartett feat. Marcel Loeffler am Sonntagvormittag. Mit der virtuos gespielten Gitarre und dem swingenden Akkordeon wehte ein Hauch Pariser Luft durchs abraxas.

Zu TĂ€nen rĂŒhrten die KĂŒnstler mit ihrem spannend-synamischen Zusammenspiel zwischen Sintijazz, Expreiment und Latin und ihrer herzerfrischenden Spielweise und Kommunkikation mit dem Publikum, das sie spontan ins Herz schloss. Eines der Highlights das wunderschöne “Je suis seol ce soir” und der “Bolero”. … – 02.05.06 Uschi Öttl (AZ)

 

Sinti Swinger mit Profil

Neue CD des Zigeuner-Jazz-Gitarristen Wawau Adler

BURGTHANN- Wawau Adler ist einer der profiliertesten deutschen Gitarristen, die nach AusflĂŒgen in die Weltmusik und des Modern Jazz zurĂŒckgekommen sind zu ihren Wurzeln. Kein Wunder das Adlers jĂŒngstes Album “Back to the roots” heißt. Auf dieser CD wird in 53 Minuten Gipsy-Swing-Geschichte neu geschrieben.

Adler ist in oder trotz seiner Virtuositöt bestrebt, einen Swing mit GefĂŒhl und AuthentizitĂ€t zu produzieren, der abseits von reinen Studioeinspielungen stattfindet. Bei Django Reinhardts legendĂ€rer Komposition “Djangology” darf schon mal das Tempo angezogen werden und die Saiten dĂŒrfen schnalzen.

Der Swing, die Begeisterung, die “Wawaw” rĂŒberbringt, kommt an. Und son nimmt es nicht Wunder, wenn der Hörer nach Auflegen der CD nicht aus dem wippen herauskommt. Der Karlsruher Sinti-Gitarrist, beherrscht sein Instrument, fegt vertikal ĂŒber die Saiten, dass es ein Ohrenschmaus ist. Akkordeonist Marcel Löffler tut ein Übriges. Der weltweit gefragte blinde Musiker verfĂŒgt ĂŒber ein selten gehörtes GespĂŒr fĂŒr Harmonien, Tempo, Phrasierungen und musikalische EinfĂ€lle.

Auf der CD sind alle Klassiker vereint, die in Samois-sur-Seine gespielt werden, wo das alljĂ€hrliche Django-Festival Frankreichs stattfindet. Djangos Titel spielt Adler mit viel Verve, “Je sius seul ce soir” lĂ€sst an Charles Trenet denken und Djangos ewigere Hit “Minor Swing” ist im Gegensatz zu Einspielungen anderer keineswegs langweilig.

Mit den dankbaren Standards “All the things you are”, “Cherokee”, How high the moon” lĂ€sst Adler keinen Zweifel mehr an seiner VirtousitĂ€t und MusikalitĂ€t. EigenstĂ€ndigkeit beweist er mit dem SchlussstĂŒck “Wawau Solo Nr 1″, hier zieht er noch mal alle Register. Fazit: eine sehr empfehlenswerte CD. Infos dazu auch unter www.djangofestival.de . – 17.08.06 Eberhard Tzecheuschner (DB)

 

Was gibt’s Besseres:

“Wawau-Adler-Quartet” zu Gast bei “Jazz in Rain-Kultur”

Jawoll, das hat sich wieder einmal gelohnt! Ein Abend mit guter Musik – was kann es besseres geben? Am vergangenen Samstag kamen die Besucher der Veranstaltungsreihe “Jazz in Rainkultur” im Raiffeisensaal der Raiffeisenbank Rain in den Genuss eines kurzweiligen, anregenden und einfach sehr erfreulichen Konzertes des “Wawau-Adler-Quartetts” – “in memoriam Django Reinhardt”.

Sinti Jazz ist es also, der da geboten wird, in Erinnerung an den großen Gitarristen, Komponisten und Vater dieses Musikstils, der sich irgendwo zwischen Swing. der traditionellen Musik der Roma und Sinti und den EinflĂŒssen des französischen Musette-Walzers bewegt. Das heißt, eigentlich bewegt er sich nicht dazwischen, in ihm vereinen sich einfach diese und sicher noch viele andere musikalische EinflĂŒsse, zu einer immer noch spannenden und fesselnden Art des Jazz. Und dieser Ansicht sind, gemessen an der Zuschaueranzahl im Raiffeisensaal, nicht wenige.

Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr den Namensgeber des Quartetts, Wawau Adler, der eigentlich Josef heist, aber nun eben doch Wawau – und das prĂ€gt sich auch viel besser ein. Wawau Adler aus Karlsruhe gehört selbst zu den Sinti und mit der Musik Django Reinhardts, wie auch mit seinem Instrument, der Gitarre, quasi groß geworden. Ohne Lehrer ĂŒbrigens, und ohne Notenkenntnisse machte Wawau Alder sich als Autodidakt zum Virtuosen, zum erfolgreichen, gefragten Musiker und ist inzwishcen auch anderen Stilrichtungen des Jazz nicht abgeneigt.

Doch an diesem Abend begibt man sich, entsprechend des Titels der neuen CD, “Back to the roots” und unterhĂ€lt das Publikum aufs Feinste mit Kompositionen von Django Reinhardt und anderen alten Standards wie “All of me”, “All the things you are”, “How high the moon”. Dabei steht neben Wawau Adler ganz besonder Marcel Loeffler, ein bekannter Akkordeonist der französchen Gipsy-Jazz-Szene, im Vordergrund. Er bereichert die StĂŒcke mit atemberaubenden Improvisationen, witzigen EinfĂ€llen und inspiriertem Wechselspiel mit Wawau Adler.

Doch darf in diesem musikalischem Genre – mangels Schlagzeug – die Rhytmusgitarre nicht fehlen. Und wenn der erfahrene und ausgezeichnete Musiker Holzmano LagrĂšne sie spielt, den Rhytmus durch alle musikalischen Turbulenzen hindurch stoisch beibehĂ€lt, ihn belebt, zum Swingen bringt, dabei enorme sportliche Leistungen mit dem permanent mitstampfenden linken Bein hinlegt, dann denkt niemand mehr daran, dass es ĂŒberhaupt jemals Swing-Combos mit Schlagzeuger gegeben hat. Denn es kann auch so niemand mehr wirklich ruhig sitzen.

Daran nicht ganz unbeteiligt, ist natĂŒrlich auch Wlad Larkin am Kontrabass, der zwischendurch allerdings auch als sehr ĂŒberzeugender Solist sein Instrument zum Singen bringt. Unter vielen interresanten Uptempo-Nummern mischt sich hier und da, zur Freude des Publikums, ein langsames StĂŒck. “Danse NorvĂ©gienne” oder “So tu savais” laden zum TrĂ€umen ein, wobei hier vielleicht die Ruhe, der gemeinsame Puls, der noch etwas langsamer, oder mehr “laid-back” sein könnte, fehlt oder sich erst im Verlauf des StĂŒckes einstellt.
Dann ist da plötzlich ein Bossa im Programm – “Manha de Carneval” – ĂŒberraschend aber schön, wie das ganze Konzert, fĂŒr das man auch in einer kalten Winternacht mal wieder gerne das gemĂŒtliche Wohnzimmer verlassen hat. Denn was gibt es Besseres, als gute Musik von guten Musikern live gespielt? Barbara Sagel – 21.02.06 (DZ)

 

Fast ein Django

Josef Adler verblĂŒfft mit seinem Gipsy-Quartett

Wie ein HĂŒndchen soll das Baby ausgesehen haben. Meinte zumindest die einen Tick Ă€ltere Schwester beim Anblick von Josef Adler und beschrieb den Bruder als “Wawau”. Fast 40 Jahre ist das her. Heute jazzt Josef als “Wawau” Adler durch die Lande und spielt dabei Gitarre – mit tierischer Fertigkeit, wie er in der Heidenheimer Berufsakademie hören ließ.

Neben Adler sitzt Marcel Loeffler. Was der Franzose mit Hingabe aus seinem Knopfakkordeon an tönender Farbigkeit herausholt, an WĂ€rme, an Klage, an Trauer und Freude, mit welcher Vollendung er den Sound der Saiteninstrumente zu einem makellosen Ganzen abrundet, wie er melodische Miniaturen ausklĂŒgelt und mit dampfenden Rhytmus die Combo vorantreibt, dem zuzuhören ist VergnĂŒgen pur. Nicht minder leidenschaftlich die Spielweise Vlad Larkins, des aus Usbekistan stammenden Bassisten, der fĂŒr den annoncierten Joel Locher gekommen war und sich als Meister des Vibratos und der synkopischen PrĂ€zision prĂ€sentierte.
Ein Rhytmusswinger der alten Garde: Holzmano LagrĂšne, der zweite Franzose im Bunde. LagrĂšne wie auch Adler: geschult an der Django-Reinhardt-Truppe der 30er und der 40er Jahre. Aus dem Reinhardtschen Repertoire gab’s in Heidenheim mehrere Nummern zu hören – unter anderem eine unfassbar schöne, in der Erinnerung lange Zeit nachklingende Version von “MĂ©lodie au crĂ©puscule”

Adlers Gitarrenspiel: reihenweise Django-Zitate und -Elemente, unĂŒberhörbar gepaart mit eigenen stilistischen AnsĂ€tzen. Und ein Flageolett, eine Obertontechnik, vor der man nur den Hut ziehen kann. Ob das Quartet nun “I’ll see you in my dream” locker daherjazzte oder den Alltime-Standard “How hight the moon” oder “Si tu savais” – die Ohren klebten immer an den Gitarrenköngen des Karlsruher Sinti Josef Adler, von dem man eines getrost sagen kann; Der Wawau ist fas schon ein Django. paz – 17.02.06 (SchwĂ€bische Post Aalen)

 

Mit PrÀzision und Witz

Josef “Wawau” Adlers Gypsy-Swing-Trio im Jubez

Josef “Wawau” Adler sitz auf der BĂŒhne und sieht sich beim Gitarrespielen aufmerksam im Saal um. Kein Blick aufs Griffbrett ist nötig, so leicht scheint ihm die Musik zu fallen. Mit dem Rhytmusgitarristen Holzmano LagrĂ©ne und dem jungen usbekischen Bassisten Wlad Larkin bildet er ein akustisches Gypsy-Swing-Trio nach seinem großen Vorbild Django Reinhardt. Adler ist Sinto, wie Reinhardt, und fĂŒhlt sich seiner ethnischen Zugehörigkeit auch musikalisch sehr verbunden. Autodidaktisch hat er sich die Technik seines Idols perfekt angeeignet und nutzt sie auch fĂŒr modernere Musikrichtungen des Jazz.
Eigentlich ist der Abend im Jubez eine CD-PrĂ€sentation des bescheidenen Karlsruher Musikers, aber es fehlen das Akkordeon und die Violine der neuen Platte “Back to the Roots”. Wlad Larkin sprang kurzfristig ein – um zu spielen, als sei er mit dieser Gruppe aufgewachsen. Eigenkompositionen Adlers werden mangels Probengelegenheit nicht gespielt. Das Publikum aber wĂŒrde nie ahnen, mit welchen Kompromissen dieses Konzert entstand. Vor fast jedem StĂŒck beraten sich die beiden Gitarristen, stimmen die Instrumente, spielen ein paar Akkorde – visuelle Hilfen gibt es nicht. Das Grundschema dieser Musik ist simpel: die Rhytmusgitarre spielt fast stoisch den Grundbeat mit Akkorden und bietet (zusammen mit dem Bass) die unausweichliche Schiene, auf der das Melodieinstrument fĂ€hrt. Das Geheimnis aber ist das “nach vorne” treibende GefĂŒhl dahinter – und das ist bei dieser Combo im Blut. Zum Teil Schwindel erregend schnell gespielte, aber zum Kniewippen animierende Standards wie “I cant give you anything but love, baby” oder “How high the moon”, aber auch getragenere und dennoch nicht weniger “treibende” StĂŒcke lassen die Zeit verfliegen. Adlers virtuoses Spiel mit PrĂ€zision und Witz nimmt man fast nur noch in von spanischer Gitarrenkunst beeinflussten Intros oder bei komplizierten LĂ€ufen im StĂŒck wahr. DemgegenĂŒber steht sein EinfĂŒhlungsvermögenbei dem Brasiljazz-Klassiker “Manha de Carnaval” und einem ĂŒberraschend bluesig gespielten “All of me”. Kurz gesagt: Diese in Tönen erzeugte Lebensfreude macht einfach nur Spaß. Anneke BrĂŒnning – 02.02.06 (BNN)

 

Klangzauber Durch Raum und Zeit

1. Internationales Folksfestival in der Klosterruine Stadtroda

Stadroda (OTZ/G.F.) Mit seiner VirtuositĂ€t wirkte er stilbildend fĂŒr die Entwicklung des Gitarrenspiels – der legendĂ€re Django Reinhardt. Zum 50. Todestag des berĂŒhmten Jazz-Musikers, der als Roma einen ganz eigenen Rhythmus im Blut hatte, findet Ende nĂ€chsten Monats im französischen Samoise Sur Seine ein europĂ€isches Roma-Swing-Festival statt. Ein Hauch davon war Sonnabendnacht in der Klosterruine zu erleben, wo das 1. Internationale Folksfestival stattfand. Wawau Adler aus Karlsruhe, aus einer Sinti-Familie stammend und mit der Django-Reinhardt-Musik von Kindheit an vertraut, griff mit unglaublicher Perfektion in die Saiten. Dieser spielt auch am 28.06.2003 in Samois, bei o. g. Festival. Ein Höhepunkt in einem durchweg hochkarĂ€tigen Programm. Wawau Adler war mit „Acoustique Express“ gekommen. Die thĂŒringische Gruppe um den Gitarristen Lutz Schlosser holte sich den Spitzengitarristen Wawau Adler als Gastmusiker fĂŒr das aktuelle Projekt „Swing de Paris“. VirtuositĂ€t, also die Beherrschung des Instrumentes in vollendeter Meisterschaft, charakterisierte so den ganzen Abend
 „OTZ“

 

SĂŒffige SpĂ€tlese

Musikfestival der Sinti und Roma in Ludwigshafen

Keine Frage: sie sind die Erz- und Urmusikanten in Europa, die Sinti und Roma. Kaum eine andere Volksgruppe, bei der GefĂŒhl und Melodie so echt und beseelt aus Stimme und Instrument fließen. Was beim achten Sinti und Roma Musikfest im Ludwigshafener „Haus“ einmal mehr deutlich wurde. Etwa bei Wawau Adler, dem Gitarristen aus Karlsruhe. Einen Lehrer hat er nicht gebraucht, um eine stupende VirtuositĂ€t zu entwickeln. Die liegt dem jungen Jazzgitarristen im Blut, wie so vielen Sinti und Roma. Lakonisch und Smart ließ er seine hurtigen Non-Legato-Laufe dahinwieseln, sein Swing ist mit lĂ€ssigem Witz und Understatement bestens abgeschmeckt. Wie er seine feingliedrigen Soli rasen ließ, LĂ€ufe beschleunigte, vorantrieb, dann wieder verlangsamte, das zeigte viel GefĂŒhl fĂŒr die rhythmische ElastizitĂ€t und GespĂŒr fĂŒr den Spannungsaufbau. Leicht und lĂ€ssig gehen Wawau Adler die Soli von der Hand. Das sieht spielerisch leicht aus und doch ist harmonisch verwegen, wie er mit seinem Quartett die Standards von Cole Porter, Ellington, Jobim und Mancini ausreizt. Reiche Farben aus seiner Gitarre herauszulösen, das versteht der Gitarrist ohnehin: trocken abgedĂ€mpftes Pizzicato, wohlig flĂŒssiges Geschmeide und Flageolett-Sequenzen lĂ€sst er ebenso abgebrĂŒht wie erregend aus den Saiten fließen
 „Die Rheinpfalz“

 

Bietigheimer Zeitung: Jazzgitarrist Wawau Adler wird eine große Karriere vorausgesagt

Schon mit 14 Jahren kamen die ersten Erfolge
„Ich spiele nicht wie Django Reinhardt, ich spiele wie ich“

Bietigheim (ck) Ihm wird Extraklasse attestiert und „tiefe Leidenschaft“; in einer Konzertbesprechung ist Elke Wiedemann vom Karlsruher Jazzclub mit einem begeisterten „Er spielt sagenhaft“ zitiert. „Er“ dem in einem Atemzug der Sprung an die Spitze seines Metiers prophezeit wird, heißt Wawau Adler, ist Jazzgitarrist, und wohnt in Bietigheim
 Die Musik, genauer: der Gitarrenjazz wurde Wawau Adler zum Lebensinhalt
Mittlerweile kann er mehrere Produktionen vorweisen und eine ansehnliche Liste von großen SĂ€len und kleinen Klubs, in denen er mit verschieden Formationen zu Gast war
 Den Freunden von Swing und Jazz, so ist in einer Kritik nachzulesen, bietet Adler mit „atemberaubender Saitenakrobatik“ und „technisch einwandfreiem Spiel“ ein „Wechselbad der GefĂŒhle“. Stets finden auch Begleiter große Annerkennung. Sie helfen Wawau Adler richtig aufzublĂŒhen, weil sie, wie er mit großem Respekt sagt, „exzellente Musiker“ sind
 „DIWO, Samstag,16./Sonntag“

 

Rasante Roma-Rhythmen Gegen Rassismus
Aven 4. Musikfestival in Landau mit Wawau Adler-Quintett

Aven! War der Titel des 4. Sinti- und Roma-Musikfestivals in Landau. Und viele GĂ€ste waren am Samstag dem Ruf ins Haus am Westbahnhof gefolgt. Schon kurz vor 20 Uhr waren alle Karten verkauft. Wer das GlĂŒck hatte hereinzukommen, konnte nur noch einen Stehplatz ergattern. Das „Wawau Adler Quintett“ mit Wawau Adler (halbakustische Sologitarre), Josua Weiß (akustische Gitarre) und der Gastmusikerin Alisa Malikova aus Kiew (Saxophon) eröffneten den Abend. Zum ersten Mal spielten sie in dieser Besetzung. Jazziger Swing im Stile Django Reinhards war die DomĂ€ne. Besondere Akzente verlieh das Spiel Wawau Adlers und Josua Weiß, mit schwierigen Rhythmuswechsel und reinster Fingerakrobatik. Der Jazzquerschnitt reichte von einem langsam gespielten „Body and Soul“ mit sanftiger Saxophonlinie und melodischen Gitarrensolo ĂŒber ein fetzig-swingbetontes „Them their eyes“ mit atemberaubenden Gitarrensoli bis hin zum zeitlos melodischen „Pent up house“ (Sonny Rollins). Ein rasantes Duett lieferten sich Adler und Weiß in Cole Porters „That thing called love“, in dem auch FlamencoanschlĂ€ge durchklangen
 „Die Rheinpfalz“

 

In spannende musikalische Grenzbereiche vorgewagt.
Wawau Adler kam mit Jazztrio und Streichquartett ins Karlsruher Jubez

Am Abend, kurz vor halb elf steht ein Mann ganz allein auf der BĂŒhne im großen Jubez-Saal und tut das, was er am besten kann: Gitarre spielen. Mit einer brillanten Interpretation des Standards „The Shadow Of Your Smile“ setzte der Bietigheimer Gitarrist Wawau Adler den Schlusspunkt unter ein spannendes, gut besuchte Konzert – gemeinsam veranstaltet von Jazzclub und Jubez- in dessen Mittelpunkt aber sein (vergrĂ¶ĂŸertes) Ensemble und ein neues musikalisches Konzept standen. Denn nachdem sich Wawau Adler von seinen musikalischen Wurzeln, dem Sintigrundierten Swingjazz in Manier des Django Reinhards, lĂ€ngst in Richtung Mainstream emanzipiert hat, tastet er sich nun weiter vor in Grenzbereiche, wo Jazzstandards, Pop und klassisches Entertainment ĂŒberschneiden. Das Ergebnis nennt sich „Wawau Adlers Jazz Ensemble & Strings“ und der Bandname macht schon deutlich wie die Gewaltenteilung funktioniert: Ein Jazztrio besorgt die nötige rhythmische Basis fĂŒr Adlers Gitarre; ein Streichquartett setzt die klassischen Kontrapunkte
 Oldies wie „All Of Me“ oder „There`ll Be Another You“ klangen wie neu… „BNN

Empfehlen/Bookmark

Θ - © 2011 Created and hosted by Christiane Klein www.christiane-klein.de