Press
30. Juli 2011Â Wotersen: Open-Air-Musikfest im Schlosspark
www.ndr.de/kultur/klassik/shmf/wotersen101.html
25. Juni 2011 Ellmendinger Kelterkonzerte e.V.
www.kelterkonzerte.de/03_04156.htm
29. März 2011 Augsburger Allgemeine
www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Begeisternder-Sinti-Jazz-id14485826.html
Presseartikel 2006
Druck und Dynamik
Musik im Stil von Django Reinhardt muss nicht kalter Kaffee sein. Zwar ist es schon mehr als 70 Jahre her, dass der legendäre belgische Gypsy-Gitarrist mit dem französischen Geiger Stephane Grappelli Jazzgeschichte zu schreiben begann. Doch Reinhardts Sinti-Nachfahren halten das Erbe hoch. Etwa der grandiose Birelli Lagrene oder der jüngere. 1967 geborene Wawau Adler, der beim zweiten Abend der Reihe “Gypsy Carneval” im Jazzclub Unterfahrt gastierte – mit einem hochkarätig besetzten Quartett, in dem der Mannheimer Saxofonist Adel Miller für den angekündigten Violinisten Hajo Hoffmann einsprang.
Wer sich also auf Gypsymusik mit Violine eingestellt hatte, musste umschalten, aber das musste selbst Django Reinhardt mit seinem Quintette du Hot Club de France, als Stephane Grappelli aus dem besetzten Paris des Jahres 1941 nach London floh und der Klarinettist Hubert Rostaing an seiner Stelle Platz nahm. Axel Miller jedenfalls ließ den fehlenden Hajo Hoffmann rasch vergessen, passte sich mit beweglichem Tenorsaxophon ind das Spiel von Adlers String-Sektion ein, die mit gehörigem Treibsatz unterwegs war. Und ebi aller Begrenzung auf die verschiedenen Muster des Swings machten Wawau Adler und seine Kollegen keine historische Auffüührungsprxis daraus. Sie brannten dabei auch nicht nur vor Temperament, spielten vielmehr subtil mit Druck und Dynamik. Die Fans jubelten am Ende überschwänglich. – 28.02.2006 – Ulrich Möller-Arnsberg (SDZ)
Das Wawau Adler Gipsy Quartett lockte ins Kulturbistro Malzeit
SAARBRÜCKEN. … Es wurde ein rundum gelungener Abend, bei dem undogmatischer Umgang mit dem Genre und die Achtung des Reinheitsgebots keinerlei Widderspruch darstellten. Einst mit von der Partie bei dem illustren deutschen Sinti-Swing-Pionier Schnuckenack Reinhardt war bereits Holzmanno Lagrene, ein gestandener Musiker, der hier mit seiner präzise wie ein elektronisches Metronom marschierenden Rhytmusgitarre problemlso ein Schalagzeug ersetzte.
Und zusammen mit Kontrabassit Wlad Larkin (bei dessen Soloeinlagen sangen die dicken Saiten geschmeidig wie ein Blasinstrument) für das stimulierende Fundament sorgte: Swing pur, wie an der Schnur gezogen und mit Macht die Füße zum Mitwippenanimierend. Leadgitarrist Wawau Adler selbst empfahl sich als würdiger Nachfolger in der Tradition des großen Django. Ultraflinke Finger verbünden sich bei dem Baden-Württemberger mit Seele – aus der Tradition des Urvaters entwickelt Wawau eine geschmackvolle eigene Handschrift mit tragendem, funkelndem Gitarrensound.
Labsal für die Ohren waren schliesslich auch die sanft singenden Saxofontöne von Axel Müller, dem vierten im Bunde.
Sie waren das i-Tüpfelchen auf einer von Wawau charmant moderierten Reise mit Evergreens von “Swing de Paris” bis “Days of wine and roses”. Riesenbeifall…. – 10.04.06 Stefan Uhrmacher (SZ)
Saitenkunst sprengt Stilgrenzen
NEUBRANDENBURG. So könnte sich eine fiktive Begegnung zwischen dem Gypsy-Jazz-Erfinder Django Reinhardt an der Gitarre und dem stilbildenden Swingsaxophonisten Lester Young anghört haben. Und doch auch wieder nicht. denn jene Saitenkunst, die Wawau Adler am Wochenende beim Neubrandenburger Jazzfrühling in der BAZ-Halle mit seinem Quartett darbot, sprengte die Stilistik, die einst im Hot Club de Paris gespielt wurde. Da sind die typischen Gleittöne, mit denen Adler die Swingstandards würzt, doch mit einer waghalsigen Plektrum-Technik erreicht der Gitarrist einen schrofferen Ton und eine flirrende Geschwindigkeit, die dem Gypsy Swing neue Impulse gibt. Seine hintersinnigen Soli verraten, dass er in einer Vielzahl anderer Saitendomänen zu Hause ist, zum Beispiel wenn er Barock-Melodik einschlägt oder Nebenthemen von Jazzsongs als Kurzphrasen zitiert. Reizvoll ist sein Zusammenspiel mit dem Tenorsaxophonisten Alex Müller, bei dem der schimmernde Klang und die elegante Melodiefindung neben Lester Young auch an Stan Getz denken lassen. Als Begleiter provoziert Adler mit frechen Licks, setzt wuchtige Akkorde als Ausrufezeichen oder steuert vertrackte Gegenrythmen an. Dadurch nimmt er die aufmunternde perkussive Funktion eines fehlenden Schlagzeuges ein… – Frithjof Strauß (NBZ)
Freude und Klage
Begeisternder Gipsy-Jazz beim Django-Reinhardt-Memorial
…Ein Höhepunkt des spannenden Festivals war dann der Auftritt vom Wawau Adler Quartett feat. Marcel Loeffler am Sonntagvormittag. Mit der virtuos gespielten Gitarre und dem swingenden Akkordeon wehte ein Hauch Pariser Luft durchs abraxas.
Zu Tänen rührten die Künstler mit ihrem spannend-synamischen Zusammenspiel zwischen Sintijazz, Expreiment und Latin und ihrer herzerfrischenden Spielweise und Kommunkikation mit dem Publikum, das sie spontan ins Herz schloss. Eines der Highlights das wunderschöne “Je suis seol ce soir” und der “Bolero”. … – 02.05.06 Uschi Öttl (AZ)
Sinti Swinger mit Profil
Neue CD des Zigeuner-Jazz-Gitarristen Wawau Adler
BURGTHANN- Wawau Adler ist einer der profiliertesten deutschen Gitarristen, die nach Ausflügen in die Weltmusik und des Modern Jazz zurückgekommen sind zu ihren Wurzeln. Kein Wunder das Adlers jüngstes Album “Back to the roots” heißt. Auf dieser CD wird in 53 Minuten Gipsy-Swing-Geschichte neu geschrieben.
Adler ist in oder trotz seiner Virtuositöt bestrebt, einen Swing mit Gefühl und Authentizität zu produzieren, der abseits von reinen Studioeinspielungen stattfindet. Bei Django Reinhardts legendärer Komposition “Djangology” darf schon mal das Tempo angezogen werden und die Saiten dürfen schnalzen.
Der Swing, die Begeisterung, die “Wawaw” rüberbringt, kommt an. Und son nimmt es nicht Wunder, wenn der Hörer nach Auflegen der CD nicht aus dem wippen herauskommt. Der Karlsruher Sinti-Gitarrist, beherrscht sein Instrument, fegt vertikal über die Saiten, dass es ein Ohrenschmaus ist. Akkordeonist Marcel Löffler tut ein Übriges. Der weltweit gefragte blinde Musiker verfügt über ein selten gehörtes Gespür für Harmonien, Tempo, Phrasierungen und musikalische Einfälle.
Auf der CD sind alle Klassiker vereint, die in Samois-sur-Seine gespielt werden, wo das alljährliche Django-Festival Frankreichs stattfindet. Djangos Titel spielt Adler mit viel Verve, “Je sius seul ce soir” lässt an Charles Trenet denken und Djangos ewigere Hit “Minor Swing” ist im Gegensatz zu Einspielungen anderer keineswegs langweilig.
Mit den dankbaren Standards “All the things you are”, “Cherokee”, How high the moon” lässt Adler keinen Zweifel mehr an seiner Virtousität und Musikalität. Eigenständigkeit beweist er mit dem Schlussstück “Wawau Solo Nr 1″, hier zieht er noch mal alle Register. Fazit: eine sehr empfehlenswerte CD. Infos dazu auch unter www.djangofestival.de . – 17.08.06 Eberhard Tzecheuschner (DB)
Was gibt’s Besseres:
“Wawau-Adler-Quartet” zu Gast bei “Jazz in Rain-Kultur”
Jawoll, das hat sich wieder einmal gelohnt! Ein Abend mit guter Musik – was kann es besseres geben? Am vergangenen Samstag kamen die Besucher der Veranstaltungsreihe “Jazz in Rainkultur” im Raiffeisensaal der Raiffeisenbank Rain in den Genuss eines kurzweiligen, anregenden und einfach sehr erfreulichen Konzertes des “Wawau-Adler-Quartetts” – “in memoriam Django Reinhardt”.
Sinti Jazz ist es also, der da geboten wird, in Erinnerung an den großen Gitarristen, Komponisten und Vater dieses Musikstils, der sich irgendwo zwischen Swing. der traditionellen Musik der Roma und Sinti und den Einflüssen des französischen Musette-Walzers bewegt. Das heißt, eigentlich bewegt er sich nicht dazwischen, in ihm vereinen sich einfach diese und sicher noch viele andere musikalische Einflüsse, zu einer immer noch spannenden und fesselnden Art des Jazz. Und dieser Ansicht sind, gemessen an der Zuschaueranzahl im Raiffeisensaal, nicht wenige.
Das gilt natürlich auch für den Namensgeber des Quartetts, Wawau Adler, der eigentlich Josef heist, aber nun eben doch Wawau – und das prägt sich auch viel besser ein. Wawau Adler aus Karlsruhe gehört selbst zu den Sinti und mit der Musik Django Reinhardts, wie auch mit seinem Instrument, der Gitarre, quasi groß geworden. Ohne Lehrer übrigens, und ohne Notenkenntnisse machte Wawau Alder sich als Autodidakt zum Virtuosen, zum erfolgreichen, gefragten Musiker und ist inzwishcen auch anderen Stilrichtungen des Jazz nicht abgeneigt.
Doch an diesem Abend begibt man sich, entsprechend des Titels der neuen CD, “Back to the roots” und unterhält das Publikum aufs Feinste mit Kompositionen von Django Reinhardt und anderen alten Standards wie “All of me”, “All the things you are”, “How high the moon”. Dabei steht neben Wawau Adler ganz besonder Marcel Loeffler, ein bekannter Akkordeonist der französchen Gipsy-Jazz-Szene, im Vordergrund. Er bereichert die Stücke mit atemberaubenden Improvisationen, witzigen Einfällen und inspiriertem Wechselspiel mit Wawau Adler.
Doch darf in diesem musikalischem Genre – mangels Schlagzeug – die Rhytmusgitarre nicht fehlen. Und wenn der erfahrene und ausgezeichnete Musiker Holzmano Lagrène sie spielt, den Rhytmus durch alle musikalischen Turbulenzen hindurch stoisch beibehält, ihn belebt, zum Swingen bringt, dabei enorme sportliche Leistungen mit dem permanent mitstampfenden linken Bein hinlegt, dann denkt niemand mehr daran, dass es überhaupt jemals Swing-Combos mit Schlagzeuger gegeben hat. Denn es kann auch so niemand mehr wirklich ruhig sitzen.
Daran nicht ganz unbeteiligt, ist natürlich auch Wlad Larkin am Kontrabass, der zwischendurch allerdings auch als sehr überzeugender Solist sein Instrument zum Singen bringt. Unter vielen interresanten Uptempo-Nummern mischt sich hier und da, zur Freude des Publikums, ein langsames Stück. “Danse Norvégienne” oder “So tu savais” laden zum Träumen ein, wobei hier vielleicht die Ruhe, der gemeinsame Puls, der noch etwas langsamer, oder mehr “laid-back” sein könnte, fehlt oder sich erst im Verlauf des Stückes einstellt.
Dann ist da plötzlich ein Bossa im Programm – “Manha de Carneval” – überraschend aber schön, wie das ganze Konzert, für das man auch in einer kalten Winternacht mal wieder gerne das gemütliche Wohnzimmer verlassen hat. Denn was gibt es Besseres, als gute Musik von guten Musikern live gespielt? Barbara Sagel – 21.02.06 (DZ)
Fast ein Django
Josef Adler verblüfft mit seinem Gipsy-Quartett
Wie ein Hündchen soll das Baby ausgesehen haben. Meinte zumindest die einen Tick ältere Schwester beim Anblick von Josef Adler und beschrieb den Bruder als “Wawau”. Fast 40 Jahre ist das her. Heute jazzt Josef als “Wawau” Adler durch die Lande und spielt dabei Gitarre – mit tierischer Fertigkeit, wie er in der Heidenheimer Berufsakademie hören ließ.
Neben Adler sitzt Marcel Loeffler. Was der Franzose mit Hingabe aus seinem Knopfakkordeon an tönender Farbigkeit herausholt, an Wärme, an Klage, an Trauer und Freude, mit welcher Vollendung er den Sound der Saiteninstrumente zu einem makellosen Ganzen abrundet, wie er melodische Miniaturen ausklügelt und mit dampfenden Rhytmus die Combo vorantreibt, dem zuzuhören ist Vergnügen pur. Nicht minder leidenschaftlich die Spielweise Vlad Larkins, des aus Usbekistan stammenden Bassisten, der für den annoncierten Joel Locher gekommen war und sich als Meister des Vibratos und der synkopischen Präzision präsentierte.
Ein Rhytmusswinger der alten Garde: Holzmano Lagrène, der zweite Franzose im Bunde. Lagrène wie auch Adler: geschult an der Django-Reinhardt-Truppe der 30er und der 40er Jahre. Aus dem Reinhardtschen Repertoire gab’s in Heidenheim mehrere Nummern zu hören – unter anderem eine unfassbar schöne, in der Erinnerung lange Zeit nachklingende Version von “Mélodie au crépuscule”
Adlers Gitarrenspiel: reihenweise Django-Zitate und -Elemente, unüberhörbar gepaart mit eigenen stilistischen Ansätzen. Und ein Flageolett, eine Obertontechnik, vor der man nur den Hut ziehen kann. Ob das Quartet nun “I’ll see you in my dream” locker daherjazzte oder den Alltime-Standard “How hight the moon” oder “Si tu savais” – die Ohren klebten immer an den Gitarrenköngen des Karlsruher Sinti Josef Adler, von dem man eines getrost sagen kann; Der Wawau ist fas schon ein Django. paz – 17.02.06 (Schwäbische Post Aalen)
Mit Präzision und Witz
Josef “Wawau” Adlers Gypsy-Swing-Trio im Jubez
Josef “Wawau” Adler sitz auf der Bühne und sieht sich beim Gitarrespielen aufmerksam im Saal um. Kein Blick aufs Griffbrett ist nötig, so leicht scheint ihm die Musik zu fallen. Mit dem Rhytmusgitarristen Holzmano Lagréne und dem jungen usbekischen Bassisten Wlad Larkin bildet er ein akustisches Gypsy-Swing-Trio nach seinem großen Vorbild Django Reinhardt. Adler ist Sinto, wie Reinhardt, und fühlt sich seiner ethnischen Zugehörigkeit auch musikalisch sehr verbunden. Autodidaktisch hat er sich die Technik seines Idols perfekt angeeignet und nutzt sie auch für modernere Musikrichtungen des Jazz.
Eigentlich ist der Abend im Jubez eine CD-Präsentation des bescheidenen Karlsruher Musikers, aber es fehlen das Akkordeon und die Violine der neuen Platte “Back to the Roots”. Wlad Larkin sprang kurzfristig ein – um zu spielen, als sei er mit dieser Gruppe aufgewachsen. Eigenkompositionen Adlers werden mangels Probengelegenheit nicht gespielt. Das Publikum aber würde nie ahnen, mit welchen Kompromissen dieses Konzert entstand. Vor fast jedem Stück beraten sich die beiden Gitarristen, stimmen die Instrumente, spielen ein paar Akkorde – visuelle Hilfen gibt es nicht. Das Grundschema dieser Musik ist simpel: die Rhytmusgitarre spielt fast stoisch den Grundbeat mit Akkorden und bietet (zusammen mit dem Bass) die unausweichliche Schiene, auf der das Melodieinstrument fährt. Das Geheimnis aber ist das “nach vorne” treibende Gefühl dahinter – und das ist bei dieser Combo im Blut. Zum Teil Schwindel erregend schnell gespielte, aber zum Kniewippen animierende Standards wie “I cant give you anything but love, baby” oder “How high the moon”, aber auch getragenere und dennoch nicht weniger “treibende” Stücke lassen die Zeit verfliegen. Adlers virtuoses Spiel mit Präzision und Witz nimmt man fast nur noch in von spanischer Gitarrenkunst beeinflussten Intros oder bei komplizierten Läufen im Stück wahr. Demgegenüber steht sein Einfühlungsvermögenbei dem Brasiljazz-Klassiker “Manha de Carnaval” und einem überraschend bluesig gespielten “All of me”. Kurz gesagt: Diese in Tönen erzeugte Lebensfreude macht einfach nur Spaß. Anneke Brünning – 02.02.06 (BNN)
Klangzauber Durch Raum und Zeit
1. Internationales Folksfestival in der Klosterruine Stadtroda
Stadroda (OTZ/G.F.) Mit seiner Virtuosität wirkte er stilbildend für die Entwicklung des Gitarrenspiels – der legendäre Django Reinhardt. Zum 50. Todestag des berühmten Jazz-Musikers, der als Roma einen ganz eigenen Rhythmus im Blut hatte, findet Ende nächsten Monats im französischen Samoise Sur Seine ein europäisches Roma-Swing-Festival statt. Ein Hauch davon war Sonnabendnacht in der Klosterruine zu erleben, wo das 1. Internationale Folksfestival stattfand. Wawau Adler aus Karlsruhe, aus einer Sinti-Familie stammend und mit der Django-Reinhardt-Musik von Kindheit an vertraut, griff mit unglaublicher Perfektion in die Saiten. Dieser spielt auch am 28.06.2003 in Samois, bei o. g. Festival. Ein Höhepunkt in einem durchweg hochkarätigen Programm. Wawau Adler war mit „Acoustique Express“ gekommen. Die thüringische Gruppe um den Gitarristen Lutz Schlosser holte sich den Spitzengitarristen Wawau Adler als Gastmusiker für das aktuelle Projekt „Swing de Paris“. Virtuosität, also die Beherrschung des Instrumentes in vollendeter Meisterschaft, charakterisierte so den ganzen Abend… „OTZ“
Süffige Spätlese
Musikfestival der Sinti und Roma in Ludwigshafen
Keine Frage: sie sind die Erz- und Urmusikanten in Europa, die Sinti und Roma. Kaum eine andere Volksgruppe, bei der Gefühl und Melodie so echt und beseelt aus Stimme und Instrument fließen. Was beim achten Sinti und Roma Musikfest im Ludwigshafener „Haus“ einmal mehr deutlich wurde. Etwa bei Wawau Adler, dem Gitarristen aus Karlsruhe. Einen Lehrer hat er nicht gebraucht, um eine stupende Virtuosität zu entwickeln. Die liegt dem jungen Jazzgitarristen im Blut, wie so vielen Sinti und Roma. Lakonisch und Smart ließ er seine hurtigen Non-Legato-Laufe dahinwieseln, sein Swing ist mit lässigem Witz und Understatement bestens abgeschmeckt. Wie er seine feingliedrigen Soli rasen ließ, Läufe beschleunigte, vorantrieb, dann wieder verlangsamte, das zeigte viel Gefühl für die rhythmische Elastizität und Gespür für den Spannungsaufbau. Leicht und lässig gehen Wawau Adler die Soli von der Hand. Das sieht spielerisch leicht aus und doch ist harmonisch verwegen, wie er mit seinem Quartett die Standards von Cole Porter, Ellington, Jobim und Mancini ausreizt. Reiche Farben aus seiner Gitarre herauszulösen, das versteht der Gitarrist ohnehin: trocken abgedämpftes Pizzicato, wohlig flüssiges Geschmeide und Flageolett-Sequenzen lässt er ebenso abgebrüht wie erregend aus den Saiten fließen… „Die Rheinpfalz“
Bietigheimer Zeitung: Jazzgitarrist Wawau Adler wird eine große Karriere vorausgesagt
Schon mit 14 Jahren kamen die ersten Erfolge
„Ich spiele nicht wie Django Reinhardt, ich spiele wie ich“
Bietigheim (ck) Ihm wird Extraklasse attestiert und „tiefe Leidenschaft“; in einer Konzertbesprechung ist Elke Wiedemann vom Karlsruher Jazzclub mit einem begeisterten „Er spielt sagenhaft“ zitiert. „Er“ dem in einem Atemzug der Sprung an die Spitze seines Metiers prophezeit wird, heißt Wawau Adler, ist Jazzgitarrist, und wohnt in Bietigheim… Die Musik, genauer: der Gitarrenjazz wurde Wawau Adler zum Lebensinhalt…Mittlerweile kann er mehrere Produktionen vorweisen und eine ansehnliche Liste von großen Sälen und kleinen Klubs, in denen er mit verschieden Formationen zu Gast war… Den Freunden von Swing und Jazz, so ist in einer Kritik nachzulesen, bietet Adler mit „atemberaubender Saitenakrobatik“ und „technisch einwandfreiem Spiel“ ein „Wechselbad der Gefühle“. Stets finden auch Begleiter große Annerkennung. Sie helfen Wawau Adler richtig aufzublühen, weil sie, wie er mit großem Respekt sagt, „exzellente Musiker“ sind… „DIWO, Samstag,16./Sonntag“
Rasante Roma-Rhythmen Gegen Rassismus
Aven 4. Musikfestival in Landau mit Wawau Adler-Quintett
Aven! War der Titel des 4. Sinti- und Roma-Musikfestivals in Landau. Und viele Gäste waren am Samstag dem Ruf ins Haus am Westbahnhof gefolgt. Schon kurz vor 20 Uhr waren alle Karten verkauft. Wer das Glück hatte hereinzukommen, konnte nur noch einen Stehplatz ergattern. Das „Wawau Adler Quintett“ mit Wawau Adler (halbakustische Sologitarre), Josua Weiß (akustische Gitarre) und der Gastmusikerin Alisa Malikova aus Kiew (Saxophon) eröffneten den Abend. Zum ersten Mal spielten sie in dieser Besetzung. Jazziger Swing im Stile Django Reinhards war die Domäne. Besondere Akzente verlieh das Spiel Wawau Adlers und Josua Weiß, mit schwierigen Rhythmuswechsel und reinster Fingerakrobatik. Der Jazzquerschnitt reichte von einem langsam gespielten „Body and Soul“ mit sanftiger Saxophonlinie und melodischen Gitarrensolo über ein fetzig-swingbetontes „Them their eyes“ mit atemberaubenden Gitarrensoli bis hin zum zeitlos melodischen „Pent up house“ (Sonny Rollins). Ein rasantes Duett lieferten sich Adler und Weiß in Cole Porters „That thing called love“, in dem auch Flamencoanschläge durchklangen… „Die Rheinpfalz“
In spannende musikalische Grenzbereiche vorgewagt.
Wawau Adler kam mit Jazztrio und Streichquartett ins Karlsruher Jubez
Am Abend, kurz vor halb elf steht ein Mann ganz allein auf der Bühne im großen Jubez-Saal und tut das, was er am besten kann: Gitarre spielen. Mit einer brillanten Interpretation des Standards „The Shadow Of Your Smile“ setzte der Bietigheimer Gitarrist Wawau Adler den Schlusspunkt unter ein spannendes, gut besuchte Konzert – gemeinsam veranstaltet von Jazzclub und Jubez- in dessen Mittelpunkt aber sein (vergrößertes) Ensemble und ein neues musikalisches Konzept standen. Denn nachdem sich Wawau Adler von seinen musikalischen Wurzeln, dem Sintigrundierten Swingjazz in Manier des Django Reinhards, längst in Richtung Mainstream emanzipiert hat, tastet er sich nun weiter vor in Grenzbereiche, wo Jazzstandards, Pop und klassisches Entertainment überschneiden. Das Ergebnis nennt sich „Wawau Adlers Jazz Ensemble & Strings“ und der Bandname macht schon deutlich wie die Gewaltenteilung funktioniert: Ein Jazztrio besorgt die nötige rhythmische Basis für Adlers Gitarre; ein Streichquartett setzt die klassischen Kontrapunkte… Oldies wie „All Of Me“ oder „There`ll Be Another You“ klangen wie neu… „BNN”
