CDs

Django Memorial – Mitschnitte des BR – Wawau Adler / Selmer #607

Doppel-CD mit den zwei Sendungen des BR zum Django Memorial 2009.

Django Reinhardt Memorial Mitschnitte des Bayerischen Rundfunks.

Am 30.06. und 28.07.2009 widmete der BR dem Django Reinhardt Memorial zwei Sendungen im Rahmen der BR4 Jazz Classics. PrĂ€sentiert wurden die Gruppen “Selmer #607″ und “Wawau Adler Gypsy Quartett feat. Timbo Mehrstein”. Moderiert wurden die Sendungen von Roland Spiegel.

Die beiden Mitschnitte dieser Sendungen sind schön verpackt (DVD-Doppelcase) und gegen eine Spende fĂŒr den Verein HCN e.V. erhĂ€ltlich.

Band/Musicians:

Wawau Adler Gypsy-Quartett
- Wawau Adler (solo jazz guitar / leader)
- Holzmanno Lagrene (rhythm guitar)
- Joel Locher (bass)
Special Guest:
- feat. Timbo Mehrstein (violin)

Selmer #607
- Adrien Moignard, Sébastien Giniaux, Noé Reinhardt, Benoit Convert

Studio/Label:
BR4 Jazz Classics

ErhÀltlich/ Available:  Hot Cub News e.V.

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Songs for Guitar and Bass – Wawau Adler & Joel Locher

With Body & Soul – Wawau Adler

Produced by Christian Schulz
Label: Bella Musica Edition
Veröffentlichung: 2000

01. All The Things You Are 4:26
02. Rainy Days In Derry 4:54
03. Body And Soul 6:27
04. Betissa X 5:51
05. Heidenstuck (Solo Wawau Adler) 2:42
06. Impressions 5:33
07. Something ‘Round Midnight 7:13
08. Eisenlohr (Solo Wawau Adler)2:57
09. Jack’n Wine 5:13
10. Nuages 7:04
11. Dancin’ Cockroach 3:15

 

Wawau Adler (acoustic guitar, electric guitar)

 

Here’s to Django – Wawau Adler – Reviews

 

“…gratulation wawau: eine tolle cd, die maßstĂ€be setzt…” (gypsyguitar.de)

“Ich mag es nicht so schnell, lieber schön”, sagt Wawau Adler. Dass er beides bestens beherrscht, beweist der international renommierte Gitarrist auf “Here’s to Django!”, seiner fabelhaften neuen CD. Offensichtlich ist dieses Wunderwerk eine Hommage an Jean “Django” Reinhardt, den belgischen Maestro des Jazz Manouche – oder auch “Gypsy Swing” – und nach wie vor einflussreichsten europĂ€ischen Jazzmusiker, der am 23. Januar 2010 seinen einhundertsten Geburtstag gefeiert hĂ€tte. Doch zum GlĂŒck sind diese zwölf Kleinodien fĂŒr zwei Gitarren und einen Bass (und einmal sogar Cello) so viel mehr. Mal romantisch, auch mal rasant, immer rhythmisch, zu gleichen Teilen tief empfunden und hocherfreulich, transportiert sich die Musik dieses “Gypsy-Trios” jenseits von Stilfragen oder Traditionalismus. Wer Django noch nie bewusst gehört hat, außer vielleicht im Soundtrack von The Matrix und diversen Woody-Allen-Filmen, kommt hier mindestens so sehr auf seine Kosten, wie alle Hot-Club-JĂŒnger und Djangologisten. “Ich wollte Django meine Ehrerbietung erweisen”, sagt Wawau Adler auf die ihm eigenartige Weise. “Deshalb war es mir wichtig, ihn keinesfalls zu kopieren. Ich spiele seine Melodien und meine eigenen Kompositionen, aber immer ganz anders als zuvor.” Schon das Gitarrenspiel des gebĂŒrtigen Karlsruhers ist erfrischend modern, seine Arrangements so bezaubernd wie bewundernswert. Nach aufwĂ€ndiger Vorbereitung und an nur zwei Dezembertagen im Tonstudio Bauer entstand so ein zeitlos schönes Album, das bestens zu Sonnenstrahlen auf Schnee oder EiswĂŒrfeln im “Sundowner” passt. Die GefĂŒhle und Stile – von Djangos EinflĂŒssen ĂŒber Tango und Swing bis zu Bolero und Bebop – sind allumfassend und auf den Punkt; wer diese Musik hört, lebt ein StĂŒck beschwingter.

Schon die Eröffnung zu “Daphne”, der wohl bekanntesten Reinhardt-Komposition auf dieser CD, lĂ€sst aufhorchen. “Eigentlich wollte ich nur meine ganz persönlichen LieblingsstĂŒcke von Django spielen”, erinnert sich der 42-jĂ€hrige Leader, der sich seit seinem neunten Lebensjahr intensiv mit dieser Musik beschĂ€ftigt. “Dazu gehörte auch “Swing 42″ in G-Dur. Wir saßen also im Studio und ich fing auf einmal an, einen schiefen Lauf auf zwei Saiten zu spielen. Plötzlich fiel mir auf, dass man so auch “Daphne” spielen könnte. Ich holte Joel, den Bassisten dazu, er stimmte ein, und kurz darauf war diese Version aufgenommen.” Überhaupt ist Josef Adler, der seinen jazzigen Spitznamen seiner tierlieben Ă€lteren Schwester verdankt (“Der sieht ja aus wie ein kleiner Wawau!”), voller Lob fĂŒr seine Musiker. TatsĂ€chlich unterstĂŒtzen und beflĂŒgeln ihn die emotionalen Energien seiner instrumentalen Kollegen immer wieder aufs Neue, namentlich Mano Guttenberger und der 27-jĂ€hrige Joel Locher, ehemaliger Solokontrabassist des Stuttgarter Jugendkammerorchesters, der seit einigen Jahren fest zu Wawau Adlers Ensemble gehört und bei dieser Aufnahme auch einmal Orgel spielt. “Die Cellistin war eine Empfehlung von Joel”, erinnert sich Wawau Adler. “Ich hatte schon genau im Kopf, wie sie auf “Anouman” spielen soll. Das war mir besonders wichtig, auch weil es eines der letzten StĂŒcke Djangos ist – er hat es 1953 kurz vor seinem Tod aufgenommen. Katarzyna Krzyminska hörte zu, sah sich die Noten an und konnte meine Ideen sofort umsetzen. Sie hat sich wunderbar in unseren Bandsound eingefĂŒgt.” Auch im Trio eröffnen sich immer wieder enorme Klangfarbenwelten, ĂŒberraschend und ĂŒberzeugend. Beispielsweise in der trĂ€umerischen Ballade “Samois sur Seine”, Djangos Alterswohnsitz in der NĂ€he von Fontainebleau gewidmet, also eben jenem Ort, an dem Wawau erst 2003 beim “Django Reinhardt Festival” mit seinem Auftritt fĂŒr eine kleine Sensation sorgte. “Miri Gieli” besticht, ebenso wie der selbsterklĂ€rend sagenhafte “Swing de Wawau”, durch seinen spielerischen Fluss, der die KomplexitĂ€t der Komposition gewandt maskiert. “Der Titel bedeutet “Meine Komposition”, was zwangslĂ€ufig ausdrĂŒckt: Das bin ich! Es geht schon sehr in Richtung Bebop, weil ich dabei an Charlie Parker und sein “Donna Lee” dachte. Dabei kam ich auf diesen Lauf”, sagt Wawau Adler und singt gleich vor, was er meint. “Schon war es da. Und ich finde, das ist nicht so ein schlechtes Lied.” Auch nicht ungut und sicher nicht ganz selbstverstĂ€ndlich sind “Afternoon in Paris”, eine herrliche Komposition von John Lewis (der natĂŒrlich auch “Django” fĂŒr sein Modern Jazz Quartet geschrieben hat), und John Williams’ Ballade “Moonlight”, die Sting vor fĂŒnfzehn Jahren fĂŒr den Soundtrack einer Neuverfilmung des Hollywood-MĂ€rchens “Sabrina” eingesungen hatte. Dass sich diese zarte Pop-Melodie, ebenso wie die des “Sheik of Araby” und die schallmauerdurchbrechende Kurzversion von John Coltranes “Impressions”, die Wawau allerdings als “Gag” abtut, in den immer schönen (und manchmal eben auch schnellen) Strom dieses Ausnahmealbums einfĂŒgt, spricht BĂ€nde – und immer wieder fĂŒr Wawau Adler. “Nicht das Genie ist hundert Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um hundert Jahre hinter ihr zurĂŒck”, meinte Robert Musil einmal. Wer Django erst zu seinem Hundertsten fĂŒr sich entdeckt, bekommt mit “Here’s to Django!” gleich eine neue Chance. Wawau Adler ist ein sehr lebendiges Jahrhunderttalent – und dieses, sein mindestens viertes Album sein persönlicher Triumphzug.
Review written by Author: Götz BĂŒhler

Here’s to Django – Wawau Adler

Back to the Roots-Vol.2 von Wawau Adler

Back to the Roots-Vol.1 von Wawau Adler

 

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